Kooperation macht e-mobil

Autohaus Allgäu setzt auf Präg bei Wallboxen ‒ 80 Prozent aller Ladevorgänge finden zu Hause oder im Betrieb statt ‒ Elektromobilität durch neue Förderungen auf dem Vormarsch

KEMPTEN, 26.08.2020. Wer ein E-Auto kauft, liegt im Allgäu im Trend: Die Zahl der Autos mit E-Motor wächst in der Region stark. Weil mehr als 80 Prozent der Ladevorgänge zu Hause oder im Betrieb stattfinden, braucht es passende Ladelösungen für die Garage. Das Autohaus Allgäu hat dazu nun eine Kooperation mit dem Kemptener Unternehmen Präg geschlossen. Wer an einem der vier Standorte des Vertragspartners für die Marken Mercedes-Benz und smart ein E-Fahrzeug kauft, kann gleich eine Wallbox für zu Hause von Präg mitbestellen. Präg übernimmt dann den E-Mobilitätscheck, wickelt den Kauf ab und kümmert sich um die Installation. „Wir machen Menschen knapp 100 Jahren mobil, indem wir die passende Energie für den Antrieb liefern“, sagt Marc Deisenhofer, Geschäftsführer von Präg. Seit drei Jahren umfasst das Angebot deshalb auch E-Ladestationen für Privat und Gewerbe. „Bei der Installation setzt Präg auf das lokale Handwerk“, sagt Reinhard Pöllmann, Geschäftsführer des Autohaus Allgäu, und ergänzt: „Das war uns wichtig bei der Wahl: Unsere Kunden sollen wissen, dass wir mit Unternehmen zusammenarbeiten, die schnell an Ort und Stelle sind. Mit Präg haben wir einen starken Partner, der ebenfalls im Allgäu seine Wurzeln hat und Know-how bei der E-Mobilität mitbringt.“

Bei gewerblichen Anwendungen wird das Thema Laden ohnehin komplexer. Dort sind Lösungen einsetzbar, bei dem der Gewerbetreibende das Laden auch öffentlich zugängig machen und abrechnen kann. „Mit Präg können wir auch komplexere Ladelösungen bieten, die individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind“, betont Uwe Wloka, Verkaufsleiter PKW (Autohaus Allgäu). E-Mobilität ist derzeit besonders attraktiv, da es wegen des Corona-Konjunkturpakets eine erhöhte Förderung und Zuschüsse für Elektroautos durch die Bundesregierung gibt. Das lohnt sich nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Firmenflotten. Seit Jahresbeginn hat sich die Zahl der Förderanträge an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Anträge bereits um 79 Prozent gesteigert. Im Juli wurden so viele Anträge gestellt, wie noch nie seit der Einführung der Innovationsprämie.

Starker Zuwachs mit Luft nach oben

Innerhalb von  drei Jahren hat sich die Zahl der Autos mit E-Motor im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten mehr als verdoppelt. Das zeigen Zahlen des Kraftfahrtbundesamts. Dennoch ist noch Luft nach oben, insgesamt rund 1.200 Fahrzeuge sind in diesen Zulassungsbezirken elektrisch oder hybrid unterwegs ‒ Stand Januar 2020. Die öffentliche Infrastruktur für das Laden von Fahrzeugen ist in Deutschland indes gut ausgebaut, insgesamt gibt es laut Ladesäulenregister des Branchenverbands BDEW mehr als 27.700 Ladesäulen im Bundesgebiet, Tendenz steigend. „Eine flächendeckende Infrastruktur ist mitunter kaufentscheidend. Trotzdem findet der Großteil aller Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz statt. Eine gute öffentliche Ladestruktur und eine passende Wallbox zu Hause ergänzen sich ideal“, erläutert Marc Deisenhofer. Präg hat in der Region 30 Ladepunkte unter seiner Regie, teilweise als öffentliche Ladesäulen, etwa im Forum Allgäu Kempten; außerdem betreut der Mittelständler weitere E-Tankstellen für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine Lademöglichkeit im Betrieb bieten. 

Präg bietet ein breites Spektrum an Wallboxen an, um für jeden Kunden möglichst das ideale Produkt zu finden. Darunter sind unter anderem Wallboxen von Wallbe, Alfen, ABL und Mennekes, die in den einschlägigen Tests wie etwa durch den ADAC in den vordersten Rängen rangieren.

 Bild:  Machen vor, wies geht: Uwe Wloka (li.), Verkaufsleiter des Autohauses Allgäu, und Marc Deisenhofer (re.), Geschäftsführer von Präg (Archiv-Foto: Präg; Bild zum Abdruck frei).