Landwirtschaft mit gutem Gewissen

Text Jana Pfeiffer
Fotos Familie Mörl

Bei jedem Bissen genau zu wissen, woher das Essen kommt und welche Inhaltsstoffe es enthält, ist nicht nur Landwirt Matthias Mörl besonders wichtig. Immer mehr Menschen setzen auf Bio-Qualität von regionalen Selbstvermarktern – auch beim Fleisch. Deshalb kaufen sie im Hofladen des Öko-Hofs und der hofeigenen Bio-Fleischerei in Diehmen ein.

Ein saftiges Hüftsteak auf dem Grill oder ein frisches Brot mit Leberwurst – schmeckt das Essen nicht besser, wenn man weiß, wie Rinder und Schweine ihr Leben verbracht haben? Die Tiere auf dem Öko-Hof Mörl verbringen viel Zeit auf der Weide, bekommen frisches Futter aus der eigenen Fruchtfolge und verbringen ihr gesamtes Leben dort – von der Geburt bis zur Schlachtung.

Bis 1991 arbeitete Ulrich Mörl als Abteilungsleiter in der KAP Göda. Nach der Wende machte er sich als Landwirt selbständig und entschied sich für die Mutterkuhhaltung. 1994 stieg sein Sohn Matthias in den Betrieb ein und zusätzlich zur reinen Grünlandwirtschaft bewirtschaftete man nun auch Ackerland. Gleichzeitig stellte die Familie auf Ökolandbau um, dem sie bis heute treu geblieben ist. Matthias Bruder Sebastian lernte bei seinem Onkel in Berlin das Fleischerhandwerk.

Die Familie entschloss sich schließlich für Angus-Rinder. Die Rinder grasen auf der Weide oder werden mit dem Kleegras gefüttert, das im Zuge des Fruchtwechsels auf den Getreidefeldern wächst. Später kamen noch Schweine hinzu. Auf dem Hof leben heute rund 120 Mutterkühe sowie 23 Zuchtsauen und ihre jeweilige Nachzucht.

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Alles, was auf dem Öko-Hof gebraucht wird, erwirtschaftet Matthias Mörl selbst auf dem Gelände. Sein Hof ist wie ein Kreislauf organisiert. Auf den großen Grün- und Ackerflächen wächst das Futter nach strengen ökologischen Vorgaben – ohne Einsatz von synthetischem Dünger, Insektiziden und Herbiziden. Mörl kauft nur minimal Mineralfutter zu. Von Präg bezieht er den Diesel für seine Maschinen. Der Mist aus den Tierställen reicht aus, um die Felder zu düngen. Das Getreide wird in eigenen Siloanlagen gereinigt, gelagert und frisch geschrotet verfüttert. Die Tiere werden auf dem Hof geboren, gezüchtet und geschlachtet. Stressige Transporte bleiben ihnen erspart und auch das Krankheitsrisiko ist ohne zugekaufte Ferkel geringer.

„Wir sind aber noch lange nicht am Ende des Weges“, meint Mörl im Hinblick auf die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft. Er selbst eignet sich immer wieder neues Wissen über die ökologische und nachhaltige Landwirtschaft an, um die Erträge zu steigern, die Umwelt besser zu schützen und um seine Lebensmittel noch gesünder zu machen.

KONTROLLE & TRANSPARENZ
„Als Öko-Landwirt habe ich einfach ein besseres Gefühl, bei dem, was ich tue. Und dank des Kreislaufs kann ich alle Prozesse selbst steuern.“ Das bedeutet mehr Kontrolle für ihn und mehr Transparenz für die Kunden des Hofladens. Dieser wurde erst 2018 erweitert. Neben den Produkten aus der Fleischerei gibt es frische Backwaren aus der hof eigenen Bäckerei sowie Gemüse, Obst, Milchprodukte und ein ausgewähltes Angebot an Ökoprodukten. Letztlich ist Bio nicht nur gut für Natur, Tiere und die Region, sondern auch für die Gesundheit und den Genuss.