Herr der Teiche

Knapp 255 Hektar Wasserfläche mit den verschiedensten Fischarten und einer eigenen Neuzüchtung nennt PRÄG Kunde Armin Kittner aus Petershain in Sachsen sein Eigen. Seine Tiere für Zucht und Bratpfanne liefert er letztlich nach ganz Europa. Bedroht wird sein Reich nur von Kormoranen und Fischotter...
Text Jana Pfeiffer
Fotos Teichwirtschaft Kittner

Wenn der Kormoran mit seinen schwarzen Schwingen über die Teiche von Armin Kittner segelt, ist er auf Beute aus. Er taucht nach unten und sein kräftiger Schnabel schnappt nach einem Fisch, der im Wasser zappelt. Aber sein Schnabel rutscht an den Schuppen des breiten Rückens ab. Ein Erfolg für Kittner. Denn um den gefräßigen Fischräubern einen Strich durch die Rechnung zu machen, hat er den Emma-Fisch gezüchtet, benannt nach seiner Tochter.

In Mitteleuropas größtem zusammenhängenden Teichgebiet besitzt Kittner im Osten von Sachsen 46 Teiche mit rund 255 Hektar Wasserfläche, in Brandenburg sind es noch einmal 90 Hektar. Er betreibt seine Teichwirtschaft seit knapp 30 Jahren. Aber um Krisen zu trotzen, hat er sich breiter aufgestellt. In Großdrebnitz bei Dresden hat er einen Angelteich. Hierhin pilgerten vor allem in der Corona-Zeit viele Freizeitangler, die ihrem Hobby nachgehen wollten, zum Kiloangeln. Einmal im Jahr, am 31. Oktober, findet ein Schaufischen statt, das über 10.000 Besucher anlockt. Zusätzlich vertreibt Kittner in seinen Hofläden auch Wild aus eigener Jagd. Darauf ist er merklich stolz, wie auf alles, was er sich aufgebaut hat. „Bei uns kann man Fisch und Wild erleben. Momentan bauen wir unser Ferienwohnungsangebot mit neuen russischen Blockhäusern aus“, sagt er. Und selbst damit ist sein Portfolio nicht erschöpft.

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Bereits Kittners Vater war in der Fischerei tätig, was in seinem Sohn denselben Berufswunsch weckte. Er verwirklichte ihn zunächst mit einer Ausbildung zum Facharbeiter für Binnenfischerei, später mit dem entsprechenden Ingenieurstudium. Dank seines Ideenreichtums und Pioniergeists hat er die Teichwirtschaft mit vielen neuen Fischarten erweitert und sich selbst dadurch einen Namen gemacht. 1997 führte er Störe ein. Bereits im ersten Jahr wuchsen die Tiere auf 12 Zentimeter und wurden bundesweit verkauft. 2001 bot ihm ein Freund Kois an. „Bring mal welche mit“, meinte Kittner und war damit einer der Ersten im ostdeutschen Zierfischgeschäft. Zufällig schillerten seine Fische in den Modefarben und fanden deshalb besonderen Anklang bei den Kunden.

STOLZ AUF SEINE EMMAS
Und jetzt der Emma-Fisch: Kittners Neuzüchtung aus Schuppenkarpfen und Karausche sollte sicher sein vor Kormoranen. Gleichzeitig hat sie aber andere Vorteile, denn der Emma-Fisch ist weniger anfällig für Karpfen-Krankheiten und kommt besser mit wasserknappen Teichen zurecht. Mittlerweile hält er die Tiere deshalb bereits auf einem Drittel seiner gesamten Teichfläche. „Außerdem schmeckt er super“, meint Kittner und schwärmt von gebratenem Emma-Fisch-Filet. Die Namenspatronin des Fisches macht gerade ihre Ausbildung zur Fischwirtin im Familienunternehmen – eine Seltenheit im männerdominierten Metier.

Die Teichwirtschaft ist beinahe ein Sieben-Tage-Geschäft: Fische füttern, Teiche kalken, Windbruch beseitigen. Man muss Kormorane abwehren und in trockenen Sommern, die immer häufiger kommen, die Pumpen überprüfen. Kittners Teichwirtschaft bezieht von Präg Diesel, Heizöl und je nach Bedarf auch Motorenöl. Er war einfach überzeugt vom Angebot. „Wenn etwas eine runde Sache ist, dann bleibe ich auch dabei“, betont Kittner.

Ausflugstipp

Fisch- und Wildgenuss aus der Region im Hofladen
Dorfstraße 27 | 02906 Quitzdorf am See oder
im Online-Shop unter www.teichwirtschaft-kittner.de