Facts & Figures

STROM KRIECHT
Man drückt auf den Schalter und schon ist das Licht an. Strom muss also sehr schnell sein, oder? Nein, Strom ist langsam, sogar sehr langsam. In einem Kupferkabel mit einem Querschnitt eines Quadratmillimeters und einem Strom von einem Ampere beträgt die Geschwindigkeit gerade einmal einen viertel Meter pro Stunde. Das heißt, für eine fünf Meter lange Strecke zwischen Lichtschalter und Lampe würde ein Elektron bei Gleichstrom fast einen Tag brauchen, bei Wechselstrom würde es immer hin und her wandern und nicht vorankommen. Warum geht dann aber trotzdem sofort das Licht an? Das liegt daran, dass sich das elektrische
Feld, also die „Schubkraft“ hinter dem Elektron, mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet – und das sind knapp 300.000 Kilometer pro Sekunde.
Quelle: elektroniktutor.de

ISLAND VERBRAUCHT AM MEISTEN ENERGIE
Island hat nur rund 370.000 Einwohner. Dennoch haben die Isländer den höchsten Pro-Kopf-Stromverbrauch der Welt. Jeder Isländer verbraucht so viel Strom wie 15 deutsche Haushalte. Einige Quellen erklären das
mit der Großindustrie dort, etwa Aluminiumhütten. Andere machen die vielen Datencenter auf Island verantwortlich. So verbrauche das Mining von Kryptowährungen mehr Strom als alle Privathaushalte. Allerdings wird isländischer Strom vollständig aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft und Geothermie erzeugt.
Quelle: chip.de

GAB ES VOR 2000 JAHREN SCHON BATTERIEN?
In den 1930er-Jahren wurde in Bagdad, im heutigen Irak, ein seltsames Tongefäß gefunden. Das Gefäß enthielt einen Kupferzylinder, in dem sich ein stark oxidiertes Stäbchen aus Eisen befand. Beide Elemente berührten sich nicht. Würde man den Hohlraum zwischen dem Zylinder und dem Stäbchen mit Zitronensäure füllen, bekäme man eine galvanische Zelle. Mit anderen Worten: Eine Batterie mit bis zu 0,8 Volt Spannung. Wozu dieser Apparat nun wirklich diente, ist aber bis heute ungeklärt.
Quelle: uni-ulm.de

STRASSENLATERNEN SORGEN FÜR ERKÄLTUNGEN
Sorgen Straßenlaternen für Erkältungen? Natürlich nicht. Dennoch hat diese Aussage einen historischen Hintergrund. Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die ersten europäischen Städte Straßenlaternen aufzustellen (London 1808, Paris 1815 und Berlin 1826). Nicht alle aber waren davon begeistert. Die „Kölnische Zeitung" sah 1819 in der Straßenbeleuchtung sogar die Ursache für Krankheiten. Zum einen würden die Öl- und Gasausdünstungen schwache Menschen krank machen, zum anderen würden die Leute durch die Beleuchtung am Abend länger draußen bleiben, und dabei würde man sich unweigerlich erkälten.
Quelle: archive.org

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