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MOBILITÄT

Hätten Sie es gewusst?

UNSAUBERE SANDWICHES
Abgepackte Fertigsandwiches verursachen so viel CO2 wie der Autoverkehr. Die Universität Manchester hat herausgefunden, dass die Produktion die Umwelt enorm belastet.  
Allein in Großbritannien werden dabei 9,5 Mio. Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Das ist genauso viel wie durch die 8,6 Millionen Autos im Land. Es ist also viel umweltfreundlicher, sich sein Brot zu Hause selbst zu belegen.

DER FEINE UNTERSCHIED
Feinstaub gehört zu den bekanntesten Umweltproblemen. Oft entsteht dabei der Eindruck, dass das Automobil zu den Hauptverursachern von Feinstaub gehört. Das stimmt so aber nicht. Der Autoverkehr sorgt nur für 14% des Feinstaubaufkommens. Und davon kommen 7% nicht aus dem Auspuff, sondern stammen vom Abrieb der Reifen auf der Straße.

KEIN ALKOHOL  AM STEUER –  DAFÜR IM TANK!
Wieder Großbritannien: Wissenschaftlern der Universität Bristol gelang es, nachhaltiges Benzin aus Bier herzustellen. Dafür entzogen sie dem Bier das Ethanol und wandelten es in Butanol um, das man in Benzinautos fast ohne weitere Zusätze verwenden kann. Leider lassen sich mit dem Verfahren aber bisher nur geringe Mengen Butanol gewinnen. So lange darf man das Bier also noch trinken. 

WINDRÄDER MIT DIESELMOTOR?  
Um den Anteil an Benzin- und Dieselmotoren im Straßenverkehr zu reduzieren, soll die E-Mobilität gestärkt werden. Für diesen Strombedarf werden seit Jahren Photovoltaikanlagen und Windräder gebaut. Doch weil der Netzausbau hinterherhinkt, werden viele neue Windkraftanlagen nicht ans Netz angeschlossen. Damit die sensible Technik der Windräder dennoch am Laufen gehalten werden kann, müssen sie angetrieben werden – mit Dieselmotoren.

Quelle:
Energie + Mittelstand, FAZ, Umweltbundesamt

GROSS IN MODE
Unter den insgesamt 244.622 neu zugelassenen Pkw im September 2019 handelte es sich bei gut jedem fünften Fahrzeug um einen SUV. 
Das E-Auto reicht an diese Popularität mit nur 2,4-prozentigem Anteil nicht heran. Übrigens: An einem Tag werden Autos im Durchschnitt nur eine Stunde gefahren. 

NICHT AUTOMATISCH KLIMAFREUNDLICH
Auf Grundlage der Emissionen bewertet, ist ein E-Auto nicht sofort klimawirksam. Tatsächlich muss man erst 50.000 Kilometer damit zurückgelegt haben, damit es 
aus Emissionssicht besser als ein Benzinfahrzeug ist. Zudem findet sich hierzulande noch viel Strom, der aus fossilen Energieträgern gewonnen wurde.

NICKEL WIRD KNAPP
Für die Batterieproduktion ist Nickel ein Schlüsselrohstoff. 
Das Problem: Dieses Metall wird inzwischen selten, denn innerhalb der letzten drei Jahre haben sich weltweit die Vorräte an Klasse-1-Nickel mehr als halbiert. Demgegenüber steht die drastische Zahl, dass sich der Markt für Lithium-Ionen-Batterien mit Kathoden aus Nickel bis 2025 mehr als vervierfachen wird.

MEHR VERKEHR
Seit 1990 hat der Verkehr auf unseren Straßen um 30% zugenommen. 
Ein logischer Rückschluss wäre, dass auch die CO2-Emissionen ansteigen, doch diese verhalten sich nahezu konstant und liegen bei 165 Millionen Tonnen. Das bedeutet, pro Fahrzeug gibt es eine erhebliche CO2-Reduktion und Effizienzsteigerung.

Quellen:
Klimawirksamkeit: Uniti-Magazin energie +Mittelstand 2-2019, S. 14
Nickel: UNITI-Magazin +Mittelstand 2-2019, S. 27