Erholsame Meeresluft Mitten in der Altstadt

Text Jana Pfeiffer
Fotos Michael Adam

Sanfte Beleuchtung in warmen Farben, ein Plätschern im Hintergrund und ein Klima wie an der Nordsee: In der Kemptner Salzgrotte kann man sich eine Auszeit gönnen – umgeben von Tonnen Himalaya-Salz.

„Es war ursprünglich eher eine Schnapsidee“, gibt Michael Adam, Inhaber der Kemptner Salzgrotte, zu und lacht. Der fast 35-Jährige besuchte im Urlaub in Heidelberg eine Salzgrotte und fühlte sich danach wie neu geboren. Warum sollte es so etwas nicht auch in seiner Heimatstadt geben? Ein kurzer Abstecher in der Mittagspause, um die Energiereserven aufzufüllen – das würde bei den Kemptnern sicher gut ankommen. Zwei Jahre später setzte er seine Idee in die Tat um. Im September 2015 eröffnete Adam die Kemptner Salzgrotte unterhalb der Burghalde. Zuvor hatten mehrere LKW einer spezialisierten Baufirma rund 35 Tonnen Salz zur Baustelle gebracht, um die Wände der nachgebauten Höhle damit zu verkleiden. Den Strom für seine Salzgrotte bezieht Adam von Präg. Für den gebürtigen Kemptner sei Regionalität ein wichtiges Kriterium gewesen, weshalb er sich letztlich für den ortsansässigen Energielieferanten entschied.

WELLNESS UND GESUNDHEIT
Bis zu elf Personen haben Platz in der Salzgrotte und können 45 Minuten auf Liegen mit Kuscheldecken entspannen. „Man darf seine Alltagskleidung anbehalten und bekommt lediglich Überzieher für die Schuhe, damit das Salz geschützt bleibt“, erklärt Adam. Mit jedem Atemzug nehme der Körper wertvolle Mineralien und  Mikroelemente wie Jod, Magnesium, Kalzium, Kalium und Eisen aus dem Rosa-Salz auf. Das salzige Mikroklima soll Krankheiten entgegenwirken, Heilungsprozesse unterstützen und sich generell positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Der kleinere Salzinhalationsraum hingegen besteht aus reinem, weißem Totem Meer
Salz. Der Aufenthalt hier ist kürzer und wirke besonders befreiend auf die Atemwege. Auf 300.000 Quadratmetern hat Adam einen Rückzugsort für gestresste Allgäuer geschaffen. Aber in der Salzgrotte geht es nicht nur um den Wellness-Effekt. Auch gesundheitsförderlich soll der Aufenthalt im Solenebel sein. „Zu mir kommen ein bis zweimal in der Woche Menschen mit chronischen Krankheiten wie Asthma, Allergien oder Hautkrankheiten“, erzählt Adam. Die solehaltige Luft verschaffe ihnen Linderung, wirke beruhigend und schleimlösend – ähnlich wie ein Tag am Meer. Neben den Salzräumen gibt es auch zwei Massagesessel.

AUSZEIT FÜR DIE GANZE FAMILIE
Inzwischen sind seit der Eröffnung fast fünf Jahre vergangen. Michael Adam genießt seinen Beruf. In der Kemptner Salzgrotte sind Besucher sämtlicher Altersklassen willkommen – vom Säugling bis ins hohe Alter. Der bisher älteste Besucher war 96 Jahre alt. Für die Kleinsten und ihre Familien gibt es Kinderstunden und den Familientag an jedem ersten Samstag im Monat. Während der Nachwuchs mit Baggern im Salz buddelt, relaxen Eltern und Großeltern im Liegestuhl und tanken Kraft.

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