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Wie man Strom sparen kann

Wie man Strom sparen kann

Warum man Strom sparen sollte

Wenn am Jahresende die Stromrechnung kommt, kann einem schon mal ganz anders werden: Der Verbrauch ist in die Höhe geschnellt, die Rechnung im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Und dass, obwohl man das Gefühl hat, eigentlich schon auf seinen Stromverbrauch geachtet zu haben. Das geht vielen so: Denn trotz der Tatsache, dass Elektrogeräte immer effizienter arbeiten, ging der Energieverbrauch in privaten Haushalten seit dem Jahr 2000 um gerade einmal vier Prozent zurück. Ein Grund dafür könnte sein, dass die einzelnen Geräte zwar weniger verbrauchen, man aber immer mehr davon im Haushalt nutzt. Und zweitens, dass die immer höhere Effizienz von Fernseher, Soundbar & Co. uns dazu verleitet, die Geräte länger laufen zu lassen.

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Wie man Strom sparen kann

Wie und wo können Sie im Haushalt Strom sparen? Es ist eigentlich nicht schwer und jeder, der unsere Tipps zum Stromsparen beherzigt, kann bares Geld sparen. Das Umdenken schont zudem nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Denn jede Kilowattstunde (kWh) Strom, die wir nicht verbrauchen, bedeutet, dass weniger CO2 ausgestoßen wird. Und das Schöne: Stromsparen bedeutet keinerlei Komfortverlust für Sie und Ihre Familie!

Effizienter werden

Ganz egal, ob Kühlschrank oder Waschmaschine ¬– moderne Elektrogeräte sind keine Stromfresser mehr, moderne Geräte verbrauchen viel weniger Strom als ältere Modelle. Im Vergleich zu zehn Jahre alten Elektrogeräten kommen aktuelle Modelle mit durchschnittlich 40 Prozent weniger Strom aus. Aber es sind nicht etwa nur das Alter und die Energieeffizienz, die Einfluss auf den Energieverbrauch der Elektrogeräte haben. Es kommt auch auf ihre Größe an und darauf, wie oft und wie lang man sie benutzt. Wenn Sie einen neuen Herd, Backofen oder eine Spülmaschine brauchen, dann achten Sie beim Kauf auf die Energieeffizienz des jeweiligen Geräts. Wie effizient es zu Werke geht, erfahren Sie auf dem Energielabel. Geräte mit der höchsten Effizienzklasse A+++ sind zwar teurer als weniger sparsame Geräte, brauchen dafür aber viel weniger Energie. Da machen sich ein paar Euro mehr für die Anschaffung schnell bezahlt. Und noch einmal zurück zur Größe der Geräte: Ein riesiger Kühlschrank mit dem Label A +++ verbraucht natürlich mehr Strom als ein kleinerer. Das ist bei allen Geräten so.

Die besten Stromspartipps

Wenn Sie wissen wollen, wo sich Strom sparen lässt, besorgen Sie sich am besten ein Strommessgerät. So ein Gerät, das Sie zwischen Steckdose und Netzstecker des Testobjekts stecken, kostet um die 15 Euro und zeigt Ihnen den Verbrauch von Elektrogeräten in Kilowattstunden an. Clever sind auch schaltbare Steckerleisten. Damit können Sie alle E-Geräte ganz einfach per Knopfdruck vom Netz nehmen und so jeglichen Stand-by-Verbrauch vermeiden.

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Beim Fernsehen Strom sparen

Beim Fernsehen können Sie kräftig Energie sparen. Je größer der Bildschirm des TV-Geräts, desto höher der Stromverbrauch. Vom Kaufpreis ganz zu schweigen. Eine clevere Wahl sind energieeffiziente OLED-Fernseher. Mit diesen Geräten spart man ungefähr die Hälfte an Stromkosten im Vergleich zu einem gleich großen Modell mit hohem Stromverbrauch. Über einen Zeitraum von zehn Jahren lassen sich mehrere hundert Euro sparen. Energieeffiziente TV-Geräte finden Sie im Internet unter www.ecotopten.de. 

Strom bei der Beleuchtung sparen

LEDs leuchteten bis vor ein paar Jahren meistens ungemütlich hell. Das hat sich mittlerweile geändert, genauso wie ihr Preis, der kräftig gefallen ist. LEDs leuchten heute auch in warmen Tönen und verbrauchen viel weniger Energie als die klassischen Glühbirnen. Gründe genug also für einen Umstieg. Wenn in der dunklen Jahreszeit das Licht acht bis neun Stunden täglich brennt, kann ein Zwei-Personen-Haushalt durch den Umstieg auf effiziente LEDs gut 270 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr sparen. Beim derzeitig durchschnittlichen Preis von 30 Cent je kWh sind das immerhin knapp 82 Euro.

Strom in der Küche sparen

Gerade beim Kühlschrank lässt sich richtig viel Strom sparen. Je voller er ist, desto weniger Energie braucht er, seinen Inhalt zu kühlen. Apropos kühlen: Drehen Sie die Temperatur nicht zu weit herunter, 7 °C reichen vollkommen aus, bei Gefriergeräten liegt die Idealtemperatur bei -18 °C. Strom sparen sie auch, wenn Sie die Kühlschranktür so kurz wie möglich offen stehen lassen. Wussten Sie, dass eine Eisschicht von nur einem Zentimeter den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks um bis zu 15 Prozent erhöht? Das bedeutet: Unbedingt regelmäßig abtauen.
Beim Kochen und Backen lässt sich ebenfalls viel Energie sparen. Backwaren gelingen am besten, wenn die Ofentür geschlossen bleibt. Denn jedes Öffnen sorgt für Temperaturschwankungen im Backraum. Und das lässt so manchen Teig in sich zusammenfallen. Außerdem kostet das unnötig viel Energie: 20 Prozent gehen jedes Mal verloren. Wer den Backofen schon ein paar Minuten vor dem Ende der Backzeit ausschaltet, nutzt die reichlich vorhandene Restwärme. Und er sorgt außerdem dafür, dass zum Beispiel temperaturempfindlicher Biskuit perfekt gelingt. Noch ein Tipp: Heizen Sie den Backofen nie vor, selbst, wenn das auf der Pizza-Verpackung oder im Rezept stehen sollte. Denn: Vorheizen sorgt für 20 Prozent des Energieverbrauchs in der Küche.
Mit einem Schnellkochtopf spart man nicht nur Kochzeit, sondern auch wertvolle Energie ein. Obendrein bleiben die Vitamine erhalten. Bei allen anderen Töpfen gilt: immer mit Deckel kochen – das senkt den Stromverbrauch um 30 Prozent. Und noch ein paar schnelle Energiespartipps: Kartoffeln nur in wenig Wasser kochen, weil das die Garzeit verkürzt und Energie spart. Nutzen Sie außerdem die Nachwärme der Herdplatte.

Beim Waschen und Trocknen Strom sparen

Je niedriger die eingestellte Temperatur, desto günstiger wird der Waschgang. Normal verschmutzte Kleidung oder Buntwäsche wird in den meisten Fällen schon bei 30 oder 40 Grad sauber. Dafür sorgt nicht nur die Maschine, sondern auch die modernen Waschmittel. Hartnäckige Flecken können Sie zum Beispiel mit ein wenig Gallseife vorbehandeln. Tipp: Lassen Sie Ihre Maschine einmal im Monat bei 60 Grad laufen – das entfernt alle Schmutz- und Waschmittelrückstände und beugt muffigen Gerüchen vor. Gut zu wissen: Die Füllmenge gibt an, wie viel Wäsche maximal in die Trommel kann. Und das sollten Sie ausnutzen und nur mit voller Trommel waschen und auch trocknen. Wenn Sie eine neue Maschine kaufen, dann sollte ihre Füllmenge zu Ihrem Haushalt passen. Moderne Geräte erkennen ihre Beladung automatisch. Waschmaschinen können den Wasserverbrauch darauf abstimmen, Wäschetrockner passen die Trocknungszeit an. Apropos Trocknen: Am günstigsten trocknet die Wäsche auf der Leine. Und am besten duften tut sie dann auch!